Fällt ein Wort

„... gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein ...“ (Jes 55,10-11a) 

Fällt ein Wort

Fällt
ein
wüstes
Wort,

schlägt
es
ein
wie
ein
Blitz
aus
heiterem
Himmel,

verwüstet
alles
weit und
breit

und
hinterlässt
nur
verbrannte
Erde.

Fällt
ein
sanftes
Wort,

schwebt
es
herab
wie
Regentropfen
und
Schneeflocken,
als Geschenk
des Himmels,

lässt
manchen
Samen
aufgehen

und
wird
vom Feuer
verwandelt
in Brot.

 

Pfr. D. Terino

 

Aus: David S. Terino, Meine Seelen-Einwanderung: Poesie des Glaubens, edition fischer, Frankfurt a. M., 2012, S. 29