BUGA-Kreuz sucht Spender

Ein wichtiges Zeichen der ökumenischen Zusammenarbeit soll es werden, das achte Ökumenekreuz, dessen Entwurf vom bekannten Heilbronner Glaskünstler Raphael Seitz stammt und dessen erstes 1989 im Auftrag der ACK Köln als "Versöhnungskreuz" geschaffen wurde. Anfertigen lassen möchte es der Arbeitskreis Christlicher Kirchen (ACK) Heilbronn, zunächst als ein Zeichen der ökumenischen Zusammenarbeit bei Gottesdiensten von „Kirche auf der BUGA 2019“, später soll es bei ökumenischen Gottesdiensten und Aktionen durch die Heilbronner Gemeinden wandern. Wie so oft besteht ein Wunsch, der aber finanziert werden muss. Eine eigens eingerichtete Spendenaktion erbrachte bisher rund 3.700 Euro, die Kosten für das Kreuz liegen jedoch bei 6.200 Euro. Jetzt hoffen die Verantwortlichen, die fehlenden Mittel über  weitere Spenden zu bekommen. Zum ACK Heilbronn gehören mehrere katholische, evangelische und evangelisch-methodistische Gemeinden, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und die syrisch-orthodoxe Gemeinde Mor Ephräm. Die Gemeinden der Neuapostolischen Kirche arbeiten als Gäste mit.

Neben dem großen Kölner Ökumene- und Versöhnungskreuz, das aus Anlass des Kölner Domjubiläums in Auftrag gegeben wurde, gibt es inzwischen mehrere kleinere, die vor allem als Vortrage- bzw. Prozessionskreuze genutzt werden. Raphael Seitz hat die Botschaft des Kreuzes mit folgenden Worten umrissen: „Das Todeswerkzeug der Dunkelheit wird zum Lichtzeichen des Lebens. Ein Zeichen der Auferstehung für alle Menschen". Das Ökumenekreuz stellt eine transparente Erdkugel-Scheibe und die Farben des Regenbogens dar. Mehrere das Kreuz durchziehende Linien verweisen auf Gott, den Vater, Schöpfer des Himmels und der Erde. Die geschwungene Form des Kreuzes erinnert an die geöffneten Arme des Gekreuzigten und die Dynamik der Auferstehung.

Der Heilbronner Künstler Raphael Seitz  starb Ende Februar 2015 völlig unerwartet, genau eine Woche nach einer Privataudienz bei Papst Franziskus. Gemeinsam mit Kardinal Walter Kasper, Botschafterin Annette Schavan und Rainer Will von der ACK Köln hatte er dem Heiligen Vater ein Ökumene- und Versöhnungskreuz für Argentinien vorgestellt – seine letzte Arbeit. Seit 1991 war er als freischaffender Künstler in Heilbronn tätig und auch politisch aktiv. Seitz hat Glasfenster, Kreuzwegstationen und Gemälde für Kirchen und Einrichtungen in ganz Europa geschaffen. Dabei stand für ihn das Spiel von Licht, Farbe und Atmosphäre im Mittelpunkt, das er vor allem auch bei den von ihm „Lichtraum“ genannten Rauminstallationen, wie am Flughafen Stuttgart, am Ulmer Münster und am Kölner Dom in Szene setzte. Als sakraler Glaskünstler fertigte Seitz Kirchenfenster, wie das Fenster im „Paradies“ der Kilianskirche Heilbronn, jedoch auch den Glasaltar für die evangelische Martinskirche in Langenau oder das gläserne Auferstehungskreuz für das Zisterzienserstift Rein bei Graz. Zu seinen bedeutendsten Werken zählen Glassegel für die Metropolitan Cathedral in Liverpool.

In Heilbronn schuf Seitz unter anderem eine Glasfront für die Kreissparkasse Heilbronn. Zudem entstand hier auch sein Bildzyklus Totentanz Heilbronn, er erinnert an die Zerstörung der Stadt beim Luftangriff vom 4. Dezember 1944.

Das Spendenkonto des ACK Heilbronn bei der Kreisparkasse Heilbronn lautet IBAN DE75 6205 0000 0000 0132 31, Stichwort „Ökumenekreuz“.

Nähere Informationen zum Projekt „Kirche auf der BUGA“ finden Interessierte im Internet unter www.kirche-buga2019.de.