Kirche auf der BUGA 2019

„Leben schmecken“ auch über Social Media

Pauline Rais und Felix Oberhardt, die beide eine Freiwilliges Ökologisches Jahr absolvieren, bei Gesprächen in St. Kilian. Foto: Kirche auf der BUGA / Luise Schadt

Internet, Instagram und Facebook, drei Online-Kanäle, mit denen „Kirche auf der BUGA“, auf ihre Aktivitäten während der Bundesgartenschau 2019 aufmerksam machen, vor allem aber mit unterschiedlichen Zielgruppen in den Dialog treten möchte. Um dies zu verwirklichen und viele Follower zu finden, ist für eine kleine Gruppe um Luise Schadt, die für die Digitalen Medien zuständig ist, auch der direkte, persönliche Weg wichtig: So wurden jüngst die Social Media-Aktivitäten um „Leben schmecken“, dem Motto des Kirchenauftritts auf der BUGA, den Schülerinnen und Schülern des Katholischen Freien Bildungszentrums St. Kilian in Heilbronn vorgestellt. Eine derartige Präsenz in den sozialen Medien ist für die Kirche in unserem Raum ziemliches Neuland. So sei es in gewisser Weise auch ein kirchliches Versuchsprojekt, meint Peter Seitz von der Projektleitung „Kirche auf der BUGA“.

Im Februar war für die jungen Mitstreiter von Luise Schadt, Pauline Rais und Felix Oberhardt, die beide eine Freiwilliges Ökologisches Jahr absolvieren,  viel Basisarbeit angesagt, damit zu BUGA-Beginn in wenigen Tagen alles reibungslos funktioniert. Überarbeitet und aktualisiert wurde die Internetseite www.kirche-buga2019.de. Diese enthält  inzwischen das detaillierte Veranstaltungsprogramm in einem benutzerfreundlichen Veranstaltungskalender, der  verschiedene Ansichtsoptionen  und Filter- bzw. Suchfunktionen bietet. Mit Pfarrer Thomas Binder in Fürfeld wurde zudem ein hervorragender Webmaster gefunden, der das Grundgerüst eingerichtet hat und künftig neue Funktionen oder Applikationen installiert.

Die Website ist natürlich mit den „Leben schmecken“-Kanälen auf Instagram und Facebook verknüpft, sodass die täglichen Beiträge auch dort gesehen werden können. Diese sind auf unterschiedliche Zielgruppen ausgerichtet, bei Instagram um die Gruppe im Alter von 18 Jahren, bei Facebook entsprechend der Nutzung dieses Anbieters auch auf einen älteren Personenkreis. „Wir verfolgen damit eigenständige Ziele, die über die Bewerbung unserer  Veranstaltung weit hinaus geht“, unterstreicht Peter Seitz von der Projektleitung „Kirche auf der BUGA 2019“. Und: „Im Grunde betreiben wir  das Anliegen, welches wir mit dem Beitrag auf der BUGA haben, noch einmal auch auf einer virtuellen Plattform und räumlich unbegrenzt“.

Da dies ein Neuland ist, sei man sehr gespannt, wieweit  es gelingt, mit den Themen und Anliegen Menschen über den kirchlichen Kreis hinaus anzusprechen und mit ihnen in Kontakt zu kommen. Entsprechend der Art dieser Medien wird man intensiv mit Bildern arbeiten und kurzen sowie plausiblen Textbeiträgen, die „aber nicht so verflachen, dass sie banal werden oder nur auf flüchtige Effekte zielen. Die Frage wird sein, wie wir uns darin noch als Kirche zeigen und ob wir dabei positiv wahrgenommen werden“, so Seitz weiter. Bewusst ist man sich auch, dass Social Media kein Einwegkanal ist, daher auch mit kritischen Beiträgen zu rechnen ist, mit denen man sich gegebenenfalls auseinandersetzen muss. „Das ist keine leichte Aufgabe  und wir sind froh, für dieses Experiment drei Akteure gefunden zu haben, die sich der Herausforderung stellen“.

In St. Kilian hat das Social Media Team der Kirche nicht nur seine Aktivitäten in sechzehn Klassen vorgestellt, sondern auch zwei Workshops zum Thema „Schöpfung bewahren“ angeboten und durchgeführt. Inhalte waren unter anderem die Plastikmüll-Vermeidung und Plastikmüll-Aufarbeitung – dabei wurden auch Obst-/Gemüsenetze gefertigt, eben, um Müll zu vermeiden. Und dann ging es natürlich auch um das BUGA-Thema der Kirche „Leben schmecken“. Wie schmeckt den Jugendlichen ihr Leben, was ist süß, was ist bitter? Einheitlich war bei den positiven Aussagen die Familie, Musik und Sport, nicht ganz so gut weg kamen Streit mit den Eltern, Schule und speziell der Französischunterricht. (PM)